Georges Braque ist ein Schlüsselfigur des Kubismus. Seine Werke erzielen weltweit bedeutende Marktpreise.
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Ölgemälde und Papiers collés — Unikate auf Leinwand sowie die Collagen und Papiers collés der analytischen und synthetischen kubistischen Jahre bilden den Kern des Marktes und werden als Hauptwerke behandelt, insbesondere die vor dem Ersten Weltkrieg gemeinsam mit Picasso entstandenen Arbeiten sowie die späteren Atelier-, Guéridon- und Vogelkompositionen. Sie werden nahezu ausschließlich auf Grundlage dokumentierter Provenienz und der Aufnahme in die publizierten Werkverzeichnisse erworben; alles Undokumentierte wird mit großer Zurückhaltung behandelt.
Zeichnungen, Gouachen, Papierarbeiten — Eigenhändige Arbeiten auf Papier – Kohle- und Bleistiftstudien, Gouachen, Kreidezeichnungen von Vögeln, Obstschalen und Figuren – bilden eine umfangreiche zweite Ebene, deutlich unterhalb der Gemälde, aber klar oberhalb jeglichen druckgrafischen Materials bewertet. Signierte, gut provenierte Blätter, die mit einem bekannten Gemälde oder einer Werkgruppe in Verbindung stehen, haben das größte Gewicht.
Zu Lebzeiten entstandene Druckgrafik und illustrierte Bücher — Radierungen, Kaltnadelarbeiten, Lithografien und die Farbholzschnitte sowie die von ihm illustrierten Livres d'artiste (darunter das Projekt Hésiode Théogonie und spätere Lyrikmappen) werden eigenständig gesammelt, sofern sie handsigniert und in kleinen Auflagen nummeriert sind. Vorzugsexemplare auf feinen Papieren mit Suiten werden ernster genommen als gewöhnliche Handelsausgaben desselben Buches.
Posthume Editionen und Schmuck — Nach seinem Tod gedruckte oder neu aufgelegte Lithografien, vom Nachlass autorisierte Skulpturengüsse sowie der von Heger de Löwenfeld nach seinen Entwürfen gefertigte Gold- und Edelsteinschmuck zirkulieren in großer Zahl und werden eher als dekorative Editionen denn als eigenhändige Werke bewertet. Käufer erwarten einen ausdrücklichen Hinweis darauf, dass es sich um ein posthumes Stück handelt; fehlt dieser, fallen die Preise deutlich.
Keramik, Gips und Plakate — Bemalte Teller, Plaketten und mit Mitarbeitern gefertigte Keramiken sowie Ausstellungsplakate mit seinen Motiven bilden die bescheidenste und zugleich am häufigsten reproduzierte Kategorie. Sie verkaufen sich im Wesentlichen über dekorative Wirkung, Zustand und die Frage, ob eine Auflagenangabe und eine Werkstattmarke lesbar sind.
Braque signierte in der Regel mit 'G. Braque' in kompakter, aufrechter Handschrift, meist unten rechts auf einer vollendeten Leinwand oder – sehr häufig – auf der Rückseite kubistischer Gemälde, die er auf der Vorderseite bewusst unsigniert ließ; Zeichnungen und Gouachen sind gewöhnlich in Bleistift oder Tinte in einer unteren Ecke signiert, bisweilen mit einer Widmung. Druckgrafik ist typischerweise mit Bleistift im unteren Rand signiert und mit einer Auflagenbezeichnung oder dem Vermerk 'e.a./H.C.' versehen, während Tafeln in illustrierten Büchern häufig unsigniert sind und lediglich das gedruckte Bild tragen. Werke aus dem Atelier können statt einer eigenhändigen Signatur einen Nachlassstempel tragen; die maßgeblichen Referenzen für Zuschreibungen bleiben die bei Maeght erschienenen Bände des Werkverzeichnisses seiner Gemälde sowie die etablierten Werkverzeichnisse seiner Radierungen und Lithografien. Ernsthafte Echtheitsbehauptungen stützen sich auf diese Literatur und auf eine lückenlose Provenienz, nicht allein auf eine Signatur.
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